Publikationen

Die mörderischen Bibliomanen

 

Petrarca – Über die Bücher

 

Alfred Lichtwark – Bucheinbände

 

Alfred Lichtwarks Aufsatz erschien erstmals 1896 im »Jahrbuch der Gesellschaft Hamburgischer Kunstfreunde«. Als Bibliothekar am Kunstgewerbemuseum in Berlin sammelte er Bücher und legte großen Wert auf deren Ästhetik. Neben zahlreichen Kunstaufsätzen sind Lichtwarks Beiträge zur Buchkunst überschaubar und in den »Hamburgischen Aufsätzen« (1917) gesammelt.

Nach dem Historismus befand sich die Buchkunst in Deutschland in einem Tiefstand. Inspiration kam aus dem Ausland, etwa durch William Morris in England und die französische Einbandkunst. Eine Anekdote aus Anna von Zeromskis »Alfred Lichtwark – ein Führer der deutschen Zukunft« (1914) verdeutlicht den damaligen Zustand: Lichtwark zeigte einem deutschen Hofbuchbinder einen kostbaren Einband aus Paris, der als Kunstwerk galt. Der Buchbinder schätzte den Wert jedoch falsch ein und bot an, ihn für 30 Mark nachzubilden – ein klarer Beleg für den Mangel an Fachkenntnis.

Lichtwarks Bemühungen zur Verbesserung fanden in Hamburg statt. 1897 initiierte er die »Hamburgische Liebhaberbibliothek«, die eine künstlerische Buchgestaltung förderte. Ziel war es, das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Bücher zu stärken und die Freude an Büchern als Kunstwerk zu wecken. Dies führte zu den »Hamburger Handdrucken der Werkstatt Lerchenfeld« (1922–1929) sowie zur »Hamburger Presse«, die bibliophile Drucke verlegte.

Diese Publikation erscheint in einhundert Exemplaren. Die verwendete Schrift ist die BauerGrotesk von 1933, digitalisiert von Thomas Ackermann und Felix Bonge (2014). Die handgefertigten Umschläge sind Unikate, nummeriert und signiert, und es gibt sie in vier Varianten, die hier bestellt werden können: