J. G. Cotta, Tübingen 1811. 19,5 x 11,5 cm. 8, 296 S. Pappband der Zeit mit Rückenvergoldung (Rücken teils neu aufgezogen).- Erstausgabe der Sammlung von 128 Erzählungen aus dem von Hebel 1803-11 herausgegebenen Badischen Landeskalender »Der Rheinländische Hausfreund«. Aufgrund des großen Erfolgs veranlasste Cotta nahezu alle Beiträge daraus in Buchform unter dem Titel »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes« zu veröffentlichen. Die Geschichten waren zunächst zum Vorlesen in einer größeren Abendrunde während handwerklich-bäuerlichen Tätigkeiten gedacht. Dementsprechend greifen sie Stoffe auf, die in derartigen Runden mündlich weitergegeben wurden. Hebel macht sie in der aufgeschriebenen Form zu Literatur, so wie es die Brüder Grimm für die Märchen taten. Die 128 anspruchslosen Geschichten und Betrachtungen sind dank ihrer formalen Vollendung in die Weltliteratur eingegangen. Einflüsse sind in den Erzählungen u. a. von F. Kafka und B. Brecht zu finden. Tolstoi soll die Sammlung oft zur stillen Lektüre bei sich getragen haben (vgl. Harenberg).- Goedeke VII, 541,1; Marbach Ausst. Kat. 1980.
Johann Peter Hebel. Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes.
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Artikelnummer: 77007
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